Spiele
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Hendrik Mans - May 22, 2013

Xbox Prime

Microsoft hat am vergangenen Abend nach monatelangen Spekulationen und unzähligen Gerüchten im Rahmen eines einstündigen und weltweit gestreamten Presse-Events d̢en ̕N͡achf̨o̧l͡ger ͢d̢er͏ ̷Xbo̶x 3̧60̨ ́v̵o͝r͡ǵe̵śt͡ęļl͢t́.̴ ́D̨įe W̨͜͠Ì͡Ŗ͞͝ M̧̨Ü͘҉̧S̸̡S̨EN̶ ŃO҉́C̢̡͠H҉͡ ̴NĄC̀H̶͠Ķ͏A̢͟L̵͡IB̶̡͝R͜Į̷̵E̕D̶̡ͪ̅͋͋̐͒ͬͯ̄̇̀ͯ͊͐̏̐̂͘͠D̔̓͊͛͗ͥ̈ͭ҉́͟D̴ͤͩͧ̓ͣ̏̓̃͌ͤ҉͜D̐̍̇̌ͯ̈́͌ͪ̅ͨ̇ͪ͌ͫ̂́̐͆͏̸̡͝ neu͟e ̨Ko̶nśoļę ist auf den Namen “Xbox Prime” getauft und bietet die eine oder andere Überraschung.

Während sich die Experten im Vorfeld einig waren, dass die neue Xbox neben Spielen auch die Themen Fernsehen und Integration mit sozialen Netzwerken in den Vordergrund stellen würde, entpuppt die Xbox Prime sich nun als sehr Spiele-zentrisches Gerät, das sich deutlich auf die Stärken des Vorgängermodells konzentriert und diese weiter ausbaut.

Die Technik

Die bisher angekündigten technischen Daten überraschen wenig: die Xbox Prime wird eine x86-basierte CPU mit 8 Kernen, 8 GB RAM sowie eine großzügige 2 TB-Festplatte enthalten. Darüber hinaus verfügt die Konsole über einen HDMI 1.4- und zwei USB 3.0-Ports.

Der Controller bleibt überwiegend dem bewährten Xbox 360-Controller-Design treu; der größte und möglicherweise einzige nennenswerte Unterschied ist der fest verbaute Akku, der laut Microsoft innerhalb von einer Stunde per USB-Kabel vollständig aufgeladen sein soll.

controller

Kinect 2.0

Microsoft stellte außerdem einen generalüberholten Kinect-Sensor vor, der über eine stark erhöhte Genauigkeit verfügen soll. Er wird weiterhin separat erhältlich bleiben und nicht der Xbox Prime beiliegen; zum Launch der neuen Konsole soll jedoch ein Bundle namens Xbox Family auf den Markt kommen, das die Konsole, den Kinect-Sensor und eine Auswahl von vorinstallierten Kinect-Spielen enthält.

Die im Family-Bundle enthaltene Konsole ist außerdem auf den neu eingerichteten Xbox Family-Store konfiguriert, in dem ausschließlich familienfreundliche, überwiegend Kinect-gesteuerte Spiele erhältlich sein werden. Dies ist aber lediglich eine softwareseitige Voreinstellung; man wird auch auf der Bundle-Konsole jederzeit den “normalen” Store aktivieren können.

Streaming statt Laufwerk

Die wohl bedeutendste technische Neuerung ist wohl, dass das schlichte, dünne, in schwarz gehaltene Gehäuse kein optisches Laufwerk mehr enthält. Ähnlich wie bei Apple soll in Zukunft auf Inhalte aus der Cloud gesetzt werden. Spiele werden auf der Xbox Prime im generalüberholten Xbox Live Store gekauft und dann über die Internetverbindung auf die integrierte Festplatte geladen.

Um dabei lange Wartezeiten zu verhindern, ermöglicht das Betriebssystem der Xbox Prime das sukzessive Streamen von Spieldaten; sobald ein für das Spielen nötiges Minimum an Daten übertragen wurde, kann der Nutzer mit dem Spielen beginnen, die restlichen Daten werden dann im Hintergrund übertragen. So kann der Nutzer zum Beispiel schon die ersten Levels eines Spiels spielen, während die späteren noch übertragen werden. Die selbe Technologie soll den Herstellern außerdem erlauben, Patches und neue Spielinhalte auf die Konsole zu übertragen, während das Spiel gespielt wird.

Selbstverständlich wird man Spiele auch weiterhin in Ladengeschäften und bei Amazon kaufen können; die Verpackungen enthalten in Zukunft einen Download-Code sowie einen USB-Stick, von dem die Erstinstallation der Spieldaten gestartet werden kann, um dem Käufer die Übertragung aus dem Internet zu ersparen.

microsoft

Ein Herz für Indies: Steam und Unity3D

Microsoft überraschte außerdem mit zwei Ankündigungen rund um das Thema Indie-Games. So wird die Xbox Prime zum Marktstart Valves Steam-Plattform enthalten, die in Zukunft einen dedizierten Channel mit für Konsolen angepassten Spielen bereit stellen wird; wer Tastatur und Maus an seine Xbox Prime anschließen möchte, kann darüber hinaus auch auf den restlichen Katalog der Plattform zurück greifen. Entwickler sollen für die Kompatibilität mit der Xbox Prime laut Microsoft dank des neuen Windows-Kernels nur minimale Codeänderungen vornehmen müssen.

Noch interessanter für angehende Spiele-Entwickler mag die Ankündigung sein, dass mit Unity3D ein offizieller Middleware-Partner gewonnen wurde; so wird es mit dem mittlerweile frei erhältlichen Tool jedermann möglich sein, Spiele für die Xbox Prime zu entwickeln und auf dem ebenfalls generalüberholten Xbox Live Indie-Store (oder alternativ Steam Greenlight) zu vertreiben. Ähnlich wie bei Apples AppStore können Indie-Entwickler den Preis ihrer Spiele selber festlegen und bekommen 70% davon ausgezahlt. Unity3D, welches schon ein paar Jahre auf dem Markt ist und sich großer Beliebtheit erfreut, erlaubt darüber hinaus die Entwicklung von Spielen für Windows, OS X, iOS und Android.

Fazit

Bis kurz vor der Präsentation am gestrigen Abend wurde noch spekuliert: würde Microsoft eine ähnlich befremdliche Show abliefern wie bei der offiziellen Vorstellung des Kinect-Sensors, oder würde es sich seiner Stärken besinnen, auf diese konzentrieren und die Welt mit einer starken und trotz des großen Erfolgs von iOS & Co auch in Zukunft noch relevanten Spielekonsole überraschen?

Es sieht ganz danach aus, als sei Microsoft letzteres gelungen. Die neue Xbox Prime wirkt durchdacht und zukunftsweisend, und die neugewonnene Liebe gegenüber Indie-Games inklusive eines sehr starken und kostenlos verfügbaren Entwicklungs-Tools in Form von Unity3D sollte jedes Spielerherz höher schlagen lassen. Für manch einen mag der Wegfall des optischen Laufwerks und der neue Fokus auf Online-Dienste möglicher Weise etwas krass erscheinen, aber man sollte hier nicht vergessen, dass die Xbox Prime uns sicherlich den Großteil der nächsten zehn Jahre über begleiten wird.

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